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Fragen
und Antworten
Zum Thema Teleskope (allgemein)
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Wie stark vergrößert
das Fernrohr?
Was sehe ich damit?

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Die maximal sinnvolle Vergrößerung
eines Teleskops ist stets nur das 2-fache seiner Objektivöffnung!
Das heißt: Bei einem Fernrohr mit 50mm Objektiv-Durchmesser
höchstens 100-fach. Jenseits dieser Grenze wird das Bild lichtschwach
und verschwommen. Das Leistungsmerkmal
des Fernrohres ist nicht seine Vergrößerung, sondern seine
Öffnung (Durchmesser)!
Ein Beispiel: Der 50mm-Refraktor zeigt Ihnen die Wolkenstreifen auf
Jupiter; mit einem 100er aber erkennen Sie einzelne Strukturen in
diesen Streifen!
Beispiel
Kugelsternhaufen: Im 50er erscheinen sie nur als matte Lichtbällchen,
im Spiegel mit 200mm Öffnung aber (fahren Sie mit der Maus über
das Bild!) offenbaren sie sich als glitzernde Lichtkugeln mit vielen
tausend Sternen!
Der Grund hierfür: Je größer die Optik, desto größer
sind auch Lichtsammel- und Auflösungsvermögen. Ein Teleskop
mit 50mm Öffnung sammelt 51x mehr Licht als das bloße Auge,
bei 200mm Spiegeldurchmesser sind es gar 816x! Diese 200mm bieten
außerdem ein 4fach besseres Auflösungsvermögen —
noch aus 7 km Distanz kann man damit eine 20 Cent-Münze als Scheibchen
erkennen! |
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Welches Fernrohr ist besser:
Linsenfernrohr oder Spiegelfernrohr?
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Linsenfernrohre sind robust und glänzen mit ihrer sehr kontrastreichen
Abbildung. Die hochwertigen Vixen ED-Apochromaten sind obendrein frei
von Farbfehlern. Sie eignen sich vorzüglich zur Beobachtung von
Planeten, Sonne (nur mit Objektivsonnenfilter!), Mond, Doppelsternen
und auch zur Erdbeobachtung. Der Nachteil: Ihr im Verhältnis
zur Öffnung hoher Preis. Spiegelteleskope hingegen sind auch
bei großer Öffnung preisgünstig, da die Fertigungskosten
von Spiegeln deutlich geringer sind als die gleich großer Linsen.
Spiegelfernrohre sind farbrein und eignen sich wegen ihrer großen
Öffnung gut zur Beobachtung lichtschwacher Galaxien, Gasnebel
und Kugelsternhaufen. Aber sie erfordern ein gelegentliches Nachjustieren
und liefern aufgrund von Beugungserscheinungen an den Kanten der Fangspiegelhalterung
ein etwas weniger kontrastreiches Bild. Cassegrain-Spiegelteleskope
wie das Vixen VC200L bieten mit ihrem gefalteten Strahlengang trotz
langer Brennweite zudem den Vorteil, dass sie auch bei relativ großer
Öffnung noch sehr handlich und transportabel sind.
Fazit: Leistungs- und Kostenbewusste greifen gern zum Spiegelfernrohr.
Ästheten bevorzugen das Linsenfernrohr. |
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Wieviele Okulare brauche ich
am Anfang mindestens? |
Der Vergrößerungsfaktor Ihres Fernrohres hängt von
der Brennweite des Okulars ab, welches Sie verwenden. Teilen Sie die
Brennweite des Teleskops durch die des Okulars, und Sie haben den
Vergrößerungsfaktor. Ein Fernrohr mit 900mm Brennweite
z.B. vergrößert 100fach, wenn Sie ein Okular mit 9mm Brennweite
verwenden. Eine Auswahl von 3 Okularen reicht am Anfang völlig
aus: Ein Okular für Übersichtsbeobachtungen von Sternfeldern
(30-50fache Vergrößerung), das zweite mit einer Vergrößerung,
welche den Mond formatfüllend zeigt (ca. 70-100fach) und ein
drittes zur Beobachtung von Planeten und Doppelsternen mit dem zweifachen
Wert des Objektivdurchmessers als Vergrößerungsfaktor.
Ein wichtiger Tipp: Lieber ein Okular weniger kaufen, dafür auf
Qualität achten (Vixen LV- und LV-W- Okulare)! |
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Kann ich durch mein Teleskop
auch fotografieren? |
Astronomische Objekte erfordern meist lange Belichtungszeiten (Ausnahme:
Sonne, Mond, Planeten). Sie benötigen daher eine stabile parallaktische
Montierung mit Motorantrieb und Polsucherfernrohr. Nur so können
Sie Ihr Zielobjekt, das wegen der Erddrehung ständig seine Position
verändert, während der Belichtung exakt verfolgen. Ein Leitfernrohr
oder ein Off-Axis-System sind erforderlich, wenn Sie Langzeit-Fotos
durch die Fernrohr-Optik aufnehmen und nachführen wollen. |
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Wozu dient das kleine Fernrohr
auf dem Fernrohr?
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Ohne das kleine Sucherfernrohr wäre selbst der große
Mond auf Anhieb nur schwer einzustellen. Einfach justiert, ist das
weitwinklige Sucherfernrohr die Voraussetzung für erfolgreiches
Aufsuchen der Himmelsobjekte. Was Sie im Fadenkreuz Ihres Suchers
anpeilen, erscheint - korrekte Justage vorausgesetzt - auch im Hauptrohr.
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Was bedeutet „Brennweite”
und „Öffnungsverhältnis” |
Das Fernrohrobjektiv bzw. der Spiegel bündelt das Sternenlicht
im Brennpunkt. Die Entfernung zwischen Objektiv und Brennpunkt heißt
Brennweite. Sie wird in Millimetern angegeben. Teilt man die Brennweite
f durch den Objektivdurchmesser d, erhält man das Öffnungsverhältnis.
Es beträgt z.B. für ein Fernrohr mit 1000mm Brennweite und
100mm Öffnung f/10. Lichtstarke Teleskope (f/5) erlauben kurze
Belichtungszeiten bei der Astrofotografie. |
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Ich beobachte aus der Stadt
heraus.
Welches Fernrohr nehme ich?

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Je größer die Öffnung, desto besser die Leistung.
Das gilt auch für Teleskope, mit denen aus der Stadt beobachtet
wird. Ein lichtverschmutzter Stadthimmel aber macht das visuelle
Beobachten lichtschwacher Galaxien und interstellarer Gasnebel unmöglich.
Deshalb spezialisieren sich Städter gerne auf die visuelle
Beobachtung von Doppelsternen, Planeten und Mond, wofür sich
Linsenteleskope besonders eignen. Oder sie fahren aufs Land, wo
der Himmel noch dunkel ist.
Eine weitere Möglichkeit, auch unter den ungünstigen Bedingungen
eines Stadthimmels Astronomie zu betreiben, ist die langbrennweitige
Astrofotografie mit CCD- oder Videokameras. Es ist erstaunlich,
welch gute Ergebnisse hier trotz widriger Bedingungen möglich
sind.
Stadthimmel
— Landhimmel (gleicher Ausschnitt)
Sprichwörtlich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Fahren Sie
mal mit der Maus über das Bild.
Und dann mit Ihrem Teleskop aufs Land...
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